Christo

Christo und Jeanne-Claude

Die Sensibilität für die Handhabung von großen Stoffbahnen ist bei Christo wahrscheinlich schon in seiner Jugendzeit in Bulgarien entstanden, als er in der Textilfabrik seines Vaters zwischen den Stoffballen laufen konnte und davon schon Zeichnungen anfertigte. Später musste er als Student der Kunstakademie in Sofia im Auftrag der Kommunistischen Partei entlang der Orient-Express-Eisenbahnstrecke verfallene Dörfer »verstecken« oder als Idylle inszenieren und lernte so in großen Landschaftsdimensionen zu denken.

Christo und Jeanne-Claude haben sich immer als positiv denkende Menschen bezeichnet, die sich von ihren großen öffentlichen Werken für die Besucher eine aufregende Ablenkung von den trivialen Sorgen des Alltags erwarteten und ihre Kunst als Demonstration poetischer Freiheit sahen.